Markus Scherer und Luca Farina
Planungswettbewerb 2. Platz
M. Presta, Anna Birra, Dario Alberti, Riccardo Guerri
Der Projektvorschlag zielt darauf ab, das historische Ensemble – entstanden aus dem neoklassizistischen Pavillon von Förster (1874) und der Jugendstil-Erweiterung von Ohmann (1912) – aufzuwerten, indem die ursprünglichen räumlichen Logiken neu interpretiert werden, ohne sie historisierend zu rekonstruieren. Die Innenräume werden so organisiert, dass die historische Struktur spürbar bleibt: Der Ohmann-Saal wird als Restaurant- und Veranstaltungssaal genutzt, während der heutige Barbereich in ein Café und eine Lounge umgestaltet wird, mit Nussholzvertäfelungen, integrierten Sitzbereichen und Anklängen an das Wiener Kaffeehaus in zeitgemäßer Form.
Zentrales Element des Vorschlags ist ein neuer verglaster Pavillon, leicht und zurückgesetzt gegenüber der historischen Fassade, konzipiert wie ein Wintergarten, der sich vollständig zur Terrasse öffnen lässt. Mit gestaffelten Dachflächen, transparenten Fassaden und patiniertem Bronze tritt er in einen respektvollen Dialog mit dem Bestand, ohne ihn zu imitieren.
Die Neugestaltung der Außenräume verbessert zudem die Verbindung zur Kurpromenade durch neue Höhenstaffelungen, Treppen und zeitgemäß interpretierte Brüstungselemente.