Der Tod durchkreuzt das Leben!
Das Projekt für die Friedhofskapelle setzt es sich zum Ziel, die Gebäude des Tiroler Friedhofsensembles zu einem neuen Ganzen zu harmonisieren. Dabei wird die Notwendigkeit, das Friedhofsareal nach Süd-Westen zu definieren und zu begrenzen deutlich. Daraus resultiert die Möglichkeit, dort ein neues Gebäudevolumen zu platzieren und ein Gegenüber zur Pfarrkirche zu schaffen. Die Kapelle und die neu angelegten Freiflächen bilden in dieser Form eine neue Begrenzung des Friedhofsareals.
So wie der Tod oft unerwartet in das Leben bricht, so stellt sich die Kapelle quer zur Längsachse der Kirche und wird zur Metapher für den Tod, der sich unerbittlich dem Leben querstellt. In Ihrer offenen Begehbarkeit zeigt sie sich aber eingebunden in die Lebens- und Dorfgemeinschaft.
Das Entwurfsprinzip berücksichtigt den Wunsch, die zeremoniellen Abläufe und Bedürfnisse der Feierlichkeiten am Areal zu unterstützen. Die Besucherströme und die Zugänge zum Areal werden strukturelle Elemente des Entwurfes.
So wird der Entwurf zum verbindenden Element, der die drei verschiedenen Geländequoten – Friedhof, Kirchhof und Platz vor dem Baumannstadel – auffängt.