Haus der ladinischen Kultur
Die Cësa di Ladins in St. Ulrich ist ein Symbol der ladinischen Kultur. Das Hauptgebäude wurde in den 1980er-Jahren nach der Mairhof-Typologie saniert, gekennzeichnet durch solide Mauerwerksbauten, abgeschrägte Dachflächen und regelmäßige Fensteranordnungen. Das Erweiterungsprojekt betont die historische Identität, indem es das Hauptgebäude mit der „Neuen Cësa“ repliziert – ein linearer Sichtbetonbau, der mit der Dolomitenlandschaft in Dialog tritt. Der Neubau steht zurückversetzt gegenüber der historischen Fassade, folgt geneigten städtischen Achsen, besitzt stark geneigte Dächer und durchlässige Flächen zur Regulierung des natürlichen Lichteinfalls, während hervorstehende Elemente die Besucher zum Eingang führen. Die beiden Baukörper sind durch ein niedriges Quergebäude verbunden, das als transparentes Foyer dient und das Zusammenspiel von Museumsbereichen, Bibliothek und Theater ermöglicht. Die Planung legt Wert auf klare, kontinuierliche Wege, doppelte Raumhöhen, Blickbezüge zur Landschaft und flexible Ausstellungsflächen, wodurch eine harmonische Verbindung zwischen historischer Erinnerung und zeitgemäßen musealen Anforderungen entsteht.